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Münchner Merkur, 26. August 2003 – Lächeln mit Papagena

...Klänge locken in den Kunstverein, Mario Merz auf den Mönchsberg 

„... Ganz der Stille und Bescheidenheit hat sich hingegen ein Kunst-Solitär verschrieben. Aber einer wie Mario Merz hat halt Werbung nicht mehr nötig. So lohnt sich der Abstecher vom Kunstverein der Jungen hinauf auf den Mönchsberg. Dort nämlich hat der hochgeehrte Italiener (78) auf Einladung der Salzburg Foundation einen seiner berühmten Iglus gesetzt. Neben der Baustelle des neuen Museums der Moderne (am Mönchsberg-Lift) und direkt am Aussichtsweg, der an der Hangkante entlang führt, hat Merz seine Halbkugel positioniert.

Kein geschlossener Raum, sondern ein transparenter Pavillon schmiegt sich in die Natur, trumpft nicht auf, verschwindet unaufdringlich in ihr; auch wenn sich die Stahlstangen bis zum Blätterdach der Buchen hinaufschwingen, Skulpturales und Architektonisches verbindet Mario Merz wie immer mit der Mathematik. Wie in Glas-Gondeln steigen Neonröhren-Zahlen in die Kuppel. Sie folgen einem der ersten großen europäischen Ausflüge in die Wissenschaft, der Fibonacci-Reihe. Der italienische Gelehrte (ca. 1180 – 1250) entwickelte in seiner Zahlentheorie die Serie, bei der jedes Glied gleich der Summe der beiden vorangegangenen ist (1, 1, 2, 3, 5 ...). Da staunt so mancher Wanderer nicht nur über die herrliche Aussicht, sondern er kommt auch schwer ins Grübeln.“

Simone Dattenberger

 
Anselm Kiefer: A.E.I.O.U.
Anselm Kiefer: A.E.I.O.U.
Mario Merz: Ziffern im Wald
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Marina Abramovic: Spirit of Mozart
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Markus Lüpertz: Mozart - Eine Hommage
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James Turrell, SKY-SPACE, Innenansicht
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Stephan Balkenhol: Sphaera
Stephan Balkenhol: Sphaera
Anthony Cragg: Caldera
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Christian Boltanski: Vanitas
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